Köder Nr. 1 Hochmut

Hochmut

 

Luzifer war einst ein Erzengel Gottes.

Luzifer bedeutet, der Leuchtende. Gott wollte mit Luzifer ein starkes, herrliches und intel­ligentes Engelwesen schaffen. Luzifer sollte eigentlich das Haupt aller Engelswesen sein. Gott gab ihm einen freien Willen, genauso wie dem Adam, mit dem er entscheiden konnte, ob er Gott als den Schöpfer anerkennt oder ob er sich selbst zu einem Gott macht. In Jesaja gibt es eine Stelle, die die Entscheidung Luzifers treffend beschreibt.

Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst! Du aber gedachtest in deinem Herzen: „Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren auf die höchsten Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.“ (Jesaja 14:12-14) 1

Dreimal hat Luzifer gesagt ich will und hat sich damit entschlossen, sich selbst zu einem Gott zu erheben. Er wollte seinen Thron über den Thron Gottes stellen. Gott lies Luzifer aufgrund seines Hochmutes fallen und hat ihn auf die Erde geworfen. Doch Luzifers Schönheit, Intelligenz und Macht sind ihm geblieben. Damit führt er jetzt einen kosmischen Feldzug gegen Gott.

Luzifer versucht die Menschen für seinen Kampf zu gewinnen. Er zieht sie mit allen möglichen Mitteln in seinen Bann. Seinen Gotteswahn, versucht er auch den Menschen einzureden.

„Werde selbst zu Gott und mach dich von Gott und Jesus Christus unabhängig.“ Das ist Hochmut, wenn man seinen Wert über den Wert von anderen Menschen stellt. Missachtung anderer Kulturen, Rassismus und das Bekämpfen des Andersseins. Menschen für blöd halten, die nicht so sind oder so denken wie wir. Zu glauben man wäre etwas Besseres, als die Anderen. Arroganz und Hochnäsigkeit, all dies gehört in diese Kategorie.

Solltest du jetzt denken, da muss man doch etwas dagegen tun, dann hast du recht. Wenn du jetzt auf die Idee kommst, dass man andere Menschen ändern müsse, dann befindest du dich auf einem Holzweg. Es gibt nur einen einzigen gangbaren Weg, die Erde von Hochmut zu befreien nämlich, dass du bei Dir nachschaust, ob du unter Hochmut stehst. Was empfindest du, wenn dir Menschen anderer Nationen, Religionen oder Hautfarbe begegnen? Empfindest du Zuneigung, Abneigung oder gar nichts?

Wie sieht es mit Berufen aus, gibt es Berufe, die du abwertest? Natürlich kann es nicht sein, dass du jeden Beruf magst. Doch man braucht deswegen andere Berufe nicht abzuwerten. Typische Berufe, die häufig eine Abwertung erfahren sind, Straßenkehrer, Putzfrau oder die Müllabfuhr, als drei kleine Beispiele am Rande.

Nehmen wir einmal an, dir begegnet ein Obdachloser, was empfindest du? Mitleid, Abneigung oder gar Hass? Das ist dann, der Hochmut gegenüber Lebensformen und Kulturen, die dir nicht passen. Es ist normal, wenn man sich nicht mit allen Kulturen identifizieren kann, doch man muss sie deswegen nicht abwerten.

So baust du ein positives Resonanzfeld um Dich herum auf

Der einzige Weg aus dem Hochmut herauszukommen bist du. Wenn du dich reinigst und aus diesem Zwang heraus kommst, dann hast du für die Welt viel getan. Indem du negativ denkst schaffst du dir negative Referenzfelder. Vergiss nicht, alles ist Energie, die auf einer bestimmten Frequenz schwingt. Negatives und Destruktives schwingt niedrig, Positives und Konstruktives schwingt hoch. Schaffe dir einen kräftigen positiven Kern und von dort aus, kannst du dich dann verzweigen.

Einen starken Kern bildet das Wort:

Es liefert eine Menge positiver Energie. Von ihr aus geht ein Zweig weg, der da lautet: „Ich bin okay, Du bist okay!“

Positives Resonanzfeld

Die Wertschätzung ist das richtige Gegenmittel gegen Hochmut. Sie bringt die starke Energie hervor, die da lautet: „Ich bin Okay, Du bist Okay!“ Wenn du hochmütig sein solltest, dann kann das auch daran liegen, dass du Probleme mit deiner Selbstakzeptanz hast. Also rate ich Dir, liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Was heißt: „Ich akzeptiere Dich“

Urteile nicht leichtfertig über andere. Natürlich können dir nicht alle Menschen und Kulturen hier auf dieser Erde gefallen. Doch wenn dir etwas nicht passt, dann ist es der falsche Weg, dagegen zu kämpfen. Verhalte du dich so, wie du meinst, dass andere Menschen sich deiner Meinung nach dir gegenüber verhalten sollten.

Wenn du zum Beispiel bessere Menschen auf dieser Erde haben möchtest, dann sei du derjenige, der ein besserer Mensch wird. Es ist immer schwierig etwas von anderen zu verlangen, was man selber nicht erfüllen will. Wenn es dir schwer fällt, einen anderen Menschen zu akzeptieren, dann entferne dich von ihm und lass ihn seiner Wege ziehen. Das nennt man dann auch Verzeihung. Gott kann vergeben, der Mensch kann verzeihen. Und das wiederum ist ein Prozess des Loslassens. Lege deinen Hochmut also ab.

Vergesse nie, dass deine perfekte Bezugsperson Gott ist. Ihn kannst du jederzeit anrufen. Bitte ihn um Vergebung, wenn du das Bedürfnis hast. Berufe dich auf Jesus Christus unseren Erlöser, unser Vorbild und Herr. Jesus hat uns gezeigt, wie man auf dieser Erde nach den Geboten Gottes lebt. Du brauchst es ihm nur nachzumachen. Ich praktiziere es auch täglich und das völlig undogmatisch.

Was bedeutet: „Du bist erwünscht.“

Es gibt da eine einfache Regel, die da lautet, wenn dir jemand begegnet, den du vorher noch nie gesehen hast, dann sei freundlich zu ihm. Wenn jemand freundlich zu dir ist, dann erwidere dieses Verhalten mit Freundlichkeit. Ist jemand unfreundlich zu dir, dann erwidere das Verhalten nicht mit Freund­lichkeit, sondern zeige ihm seine und deine Grenzen auf.

Erwiderst du Unfreundlichkeit mit Freundlichkeit, dann denkt der andere, dass sein Verhalten richtig ist. Jeder Mensch auf dieser Erde hat einen Auftrag zu erfüllen. Und es liegt nicht an uns, darüber zu urteilen, ob der andere Mensch eine Lebensberechtigung hat oder nicht. Gehe erst einmal ein paar Kilometer in den Schuhen des Anderen, bevor du ein Urteil abgibst.

Was heißt: „Ich respektiere dein Wissen und deine Erfahrungen.“

An alle Dreimal-Klugen, und an alle Diejenigen, die immer im Recht sind, niemand hat die Weisheit mit dem Schaumlöffel gefressen! Außerdem geht es nicht darum, wer im Recht ist, sondern in vielen Fällen des Lebens hat derjenige die besseren Karten, der über die bessere Überzeugungskraft verfügt. Mache einem anderen Menschen klar, was er davon hat, wenn er dir glauben schenken soll, anstatt ihm deine Meinung aufzuzwingen.

Sich eine eigene Meinung zu bilden, ist sehr anspruchsvoll. Denn viele Menschen stellen Behauptungen auf, über Themen, mit denen sie sich gar nicht tief auseinandergesetzt haben. Deren Meinung beruht dann eher auf Vorurteilen, anstatt auf Erkenntnissen. Es ist auch problematisch andere für dumm zu halten, wenn sie eine andere Meinung vertreten, als man sie selber hat. Weshalb das problematisch ist? Wenn du einen anderen Menschen mit einem Stigma belegst, dann versündigst du dich.

InselStell dir vor, jeder Mensch lebt auf seiner eigenen 2 Insel. Jede Insel spiegelt die Lebensgeschichte des Menschen wider, der dort wohnt. Manche Inseln sind groß, andere sind Mittelmaß und manche Inseln sind ganz klein. Das Ufer rund um die Insel stellt den Horizont dar, über den der Mensch verfügt, der dort wohnt.

Je größer die Insel ist, umso weiter ist der Horizont des Menschen, der auf dieser Insel lebt und umso weiter kann er schauen. Je kleiner die Insel ist, umso enger ist der Horizont des Menschen, der dort lebt und desto weniger weit kann er dort gucken. Man kann seinen Horizont erweitern und das geschieht durch Bildung. Prinzipiell kann man sagen, je gebildeter ein Mensch ist, umso größer ist seine Insel und umso weiter ist sein Horizont.

Jetzt begegnen sich zwei Menschen mit ihrer Insel, die sie umgibt. Der eine von den Beiden hat ein größere Insel, als der Andere. Jetzt hat die Person mit der größeren Insel nicht das Recht, den Menschen mit der kleineren Insel zu missachten. Ganz im Gegenteil, wer das Glück hat und verfügt über eine große Insel, der trägt Verantwortung.

Was heißt: „Ich kann nicht immer Deiner Meinung sein“

Nein sagen könnenAllerdings, du musst nicht alles akzeptieren. Jeder Mensch hat ein Recht auf Grenzen. Und er hat das Recht, dass man diese Grenzen achtet. Es geht hier zunächst um die innere Abgrenzung vor Einflüssen,denen wir ausgesetzt sind. Wie stark berühren uns Stimmungen und Launen anderer? Jedoch auch Geräusche, Gerüche, das Klima und das Gemüt von anderen. Inwieweit lässt du dich vereinnahmen. Inwiefern leidest du mit, wenn ein anderer leidet? Bei allem Mitleid, wir dürfen uns auch schützen.

Es sind auch äußere Grenzen zu beachten. Wie gehen wir mit einer aktiven Einflussnahme von Außen auf uns um? Lässt du dich leicht manipulieren? Wir wollen geliebt werden und da fällt es mitunter schwer, nein zu sagen.

Was heißt: „Ich toleriere Dein Handeln“

Das ist gewissermaßen ein Seiltanz. Wir Menschen haben das Bezie­hungs­bedürfnis mitzugestalten und mitzutun. Ich lebe den Grundsatz: „Ich kann alles tun, solange ich keinem anderen direkt oder indirekt damit schade. Und genau diesen Grundsatz billige ich auch anderen zu.

Es gibt sicher Kulturkreise, die Werte leben, die mit meinen Werten nicht übereinstimmen. Solange sie nicht gegen meinen oben genannten Vorsatz verstoßen, kann ich ihre Lebensweise tolerieren. Das heißt, ich werde deren Lebensweise nicht selbst annehmen, ich verzichte aber darauf, sie zu bekämpfen.

So halte ich es auch mit Religionen. Für mich ist es sonnenklar, es gibt nur einen Gott und seinen Sohn, Jesus Christus. Die ganze Herrlichkeit, haben wir ihnen zu verdanken. Ich kritisiere andere Religionen nicht, aber ich kümmere mich auch nicht darum. Ich genieße es, dass wir Christen unseren Erlöser gefunden haben.

Was heißt: „Ich nehme Dich so, wie Du bist“

Wir Menschen haben das Bedürfnis, in unserer Individualität wahrgenommen zu werden. Dabei möchten wir bei unserem Namen genannt werden. Der Mensch möchte tief in seinem Inneren namentlich derjenige sein, der geliebt und akzeptiert wird und zwar so wie er ist.

Gott hat uns nicht geschaffen, um so zu sein, wie andere uns haben wollen. Wir haben den Auftrag den anderen so zu nehmen, wie Gott ihn geschaffen hat. Natürlich gibt es auch wirklich böse Menschen auf unserer Erde. Sollen wir das Böse akzeptieren? Natürlich nicht! Sollen es wir bekämpfen? Ja, aber nur in einem Fall, wenn das Böse Besitz über uns ergreifen will. Der Kampf ist ein gewaltloser Kampf. Indem wir die Gebote Gottes leben, tun wir dem Bösen das Schlimmste an, was ihm jemals passieren kann.

Doch Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Neid und Hass sind genau die Haltungen, die gegen diesen Grundsatz ärgstens verstoßen. Es kann sehr bereichernd sein, von anderen Kulturen zu lernen. Es erweitert den Horizont, über den ich bereits gesprochen habe. Gib acht und baue dein Weltbild nicht auf Vorurteile auf. Vielleicht findest du deinen Seelenverwandten, falls du ihn noch nicht gefunden hast, in einer ganz fremden und fernen Kultur.

Was heißt: „Ich helfe Dir, wenn Du mich brauchst“

Ein Mensch, der finanziell in Armut lebt, ist oft großzügiger und hilfsbereiter, als ein Wohlhabender, der über genügend Materielles verfügt. Wir Menschen sollten unser Ego überwinden und anderen Menschen die Hand reichen, wenn sie Hilfe brauchen. Das reichen der Hand, kann sehr unterschiedlich aussehen.

Zum Beispiel gibt es Familien, die sich den Nachhilfeunterricht für ihr Kind nicht leisten können. Schon als ich jung war, habe ich in solchen Fällen gerne die Rolle des Nachhilfelehrers eingenommen und Jugendlichen gratis Nachhilfeunterricht gegeben. An deren Erfolgen haben ich mich riesig erfreut.

Was ich auch gerne tue ist, Hilfsorganisationen in meiner Umgebung mit einem finanziellen Beitrag, einmal im Jahr, regelmäßig unter die Arme zu greifen. Als Unternehmer gebe ich auch Menschen Arbeit und habe Freude daran, meinen Erfolg mit ihnen zu teilen. Auch viele tausend Kleinigkeiten gehören dazu, wenn man zum Beispiel jemandem die Tür auf hält, wenn er voll beladen ein Haus betreten möchte usw.

Was heißt: „ Bevor Du Hunger hast, teile ich mit Dir.“

Man kann sich das so vorstellen, dass man jemanden von seinem Essen gibt. Doch in dieser globalen Wirtschaft geht es auch darum, anderen Menschen auf dieser Erde, durch unseren Konsumwahn, nicht die Lebensgrundlage zu entziehen.

Zum Beispiel sind wir in Westeuropa die Fleischfresser der Erde. In den Ländern der sogenannten dritten Welt, werden Regenwälder vernichtet, um dort Mais und Getreide anzubauen, damit unser Schlachtvieh genug zu fressen hat. Dazu kommt noch eine ungesunde Massentierhaltung in unseren Breiten, die zum Teil nichts anderes ist, als Tierquälerei.

Hier liegt das Teilen weniger im Geben, sondern mehr im Verzicht. Das beginnt damit, dass man entweder auf den Fleischkonsum gänzlich verzichtet oder nur noch ein- oder zweimal die Woche Fleisch isst. Dafür, sehr gutes und biologisch einwandfreies Fleisch. Es kann ruhig mehr kosten, dafür ist es aber einwandfrei und gesunder. Gott hat uns die Flora und die Fauna gegeben, damit wir mit ihnen verantwortungsvoll umgehen und uns von ihr respektvoll ernähren.

Ein anderes Beispiel ist unser Sprit für die Kraftfahrzeuge. Um Biosprit zu erzeugen, werden Plantagen von Rapsfeldern angebaut, die der Herstellung von Biosprit in Europa dienen. Auch für diesen Zweck werden Regenwälder gerodet. Die Lunge unseres Planten und die Lebensgrundlage der Menschen, die in diesen Ländern dritten Welt leben. An diesen wenigen Beispielen kannst du schon erkennen, dass es nicht Gott ist, der uns bestraft sondern, dass wir Menschen es selbst sind, die sich jetzt gerade den Ast absägen, auf dem sie sitzen.

2Quelle: Vera Birkenbihl Kommunikationsmodell

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