Köder Nr. 4 Neid

Neid

Wieso herrscht in unserer Gesellschaft so der Neid

Ertappst du dich manchmal dabei, Menschen ihre Errungenschaften, Besitztümer oder was sie erreicht haben mit Argwohn und Vertsändnislosigkeit zu betrachten? Wenn ja, dann nennt man das Neid. Manche Menschen finden es ungerecht, dass andere mehr haben als sie. Oder sie schauen auf das was andere besitzen und was sie selbst nicht haben. Die andere Seite der Neid Medaille sieht nicht besser aus. Da ist die Devise immer auf das schauen, was man selbst nicht hat. Wer immer auf das sieht was er selbst nicht hat, der wird immer arm bleiben, egal wieviel er besitzt.

Auch die Gerechtigkeitsfalle ist hier angesiedelt. Nach dem Motto: „Es ist ungerecht, dass jemand etwas hat oder besitzt, was wir uns nicht leisten können“. Du solltest wissen, dass es mit der edlen Gerechtigkeit sehr schwierig ist. Wer von uns Menschen bestimmt eigentlich was gerecht und ungerecht ist? Wer auf die Gerechtigkeit zählt, der macht sich auf Dauer unweigerlich unglücklich. Aber welche Alternative gibt es denn stattdessen? Es gäbe die Fairness, doch dazu braucht man Regeln, an die sich alle halten, auch derjenige, der diese Regeln erstellt hat.

Wer anderen etwas neidet, der kommt auch an das leidige sich mit anderen vergleichen Thema in Berührung. Dann versucht man vielleicht noch, den anderen zu überflügeln. Da das meistens nicht gelingt, ist der Mensch, der sich ständig mit anderen vergleicht, einem ungeheuren Stress ausgesetzt, der häufig geradewegs in den Burnout führt.

Weshalb ist Neid ein Köder des Bösen?

Weil du dich so unglücklich machst. Du könntest auf die Idee kommen, anderen denen du etwas neidest, etwas Böses anzutun. Da lacht sich der Teufel ins Fäustchen, wenn du ihm auf diesen Leim gehst. Einem anderen Menschen auch noch etwas nicht gönnen, das passt sehr gut hierher.

Ein ganz prekäres Thema gehört auch in diese Rubrik und das ist das Thema Eifersucht. Seinem Partner oder seiner Partnerin kein Vertrauen schenken und alles unter Kontrolle halten wollen.

Solange du anderen etwas neidest oder gar Schlechtes gönnst, bist du hand­lungs­unfähig. Überlege dir besser, wie du dein Leben gestalten kannst, damit du glücklich wirst. Am besten ist, du verzichtest zukünftig darauf, deine Mitmenschen mit Argwohn zu betrachten.

Neid bringt LeidWir in der westlichen Welt haben psychisch kranke Gesellschaften. Die Ursache ist Narzissmus 1. Das Kranke daran ist, dass die meisten Menschen geneigt sind, sich irgendwie eine besondere Geltung verschaffen zu wollen. Die im psychotherapeutischen Fachjargon als Muttermangel bezeichnete Haltung der Mutter, ist der häufigste Grund, weshalb sich Kinder zu Narzissten entwickeln.

Bei dem Muttermangel handelt es sich um folgende Verhaltensweise der Mutter, sie sagt dem Kind zwar, dass sie alles aus Liebe zum Kind macht, doch tief im Inneren lehnt sie ihr Kind ab. Die Mutter sendet dem Kind Gefühle, die dem Kind mitteilen, ich bin nicht zur Liebe fähig oder ich bin nicht zur Liebe bereit.

Deshalb möchten Eltern ihre Kinder nicht

Diese Mütter ziehen ökonomische Werte vor, achten auf ihre Karriere und stellen den Beruf in den Mittelpunkt ihres Lebens. Im Kind werden nun Kräfte freigesetzt, die der Mutter unbedingt beweisen wollen, dass es sehr wohl liebenswürdig ist. Auch ein überzogener Feminismus, fördert diese Fehlhaltung der Mutter. Die Kinder leiden zunehmend unter dieser gesellschaftlichen Fehlentwicklung.

Was wäre denn die wünschenswerte Haltung einer Mutter? Das wäre die Mutterbestätigung, die prinzipielle Mutterliebe mit der Einstellung „Ich freue mich, dass du mein Kind bist.

Da gibt es Mütter, die ihr Kind gar nicht haben wollen. Sie senden dem Kind unbewusst folgende Signale: „Sei nicht, lebe nicht, ich will dich nicht. Diese Einstellung wird auch Mutterbedrohung genannt. Dem gegenüber steht die Mutterannahme mit der prinzipiellen Aussage: „Du bist mein Kind, du bist erwünscht.

So signalisieren auch Mütter ihren Kindern: „Ich brauche dich für mein Leben.“ Sie saugen sozusagen ihren Kindern Energie ab, wie Vampire. Man bezeichnet diese Haltung der Mutter als Mutterbesetzung. Dem Kind würde es besser gehen, wenn die Mutter eine Haltung pflegen würde, die man als Mutterförderung bezeichnet.

Diese Mutter signalisiert dem Kind: „Ich bin mit dir zufrieden. Ich fördere dich in allem was du brauchst.“

Zuguterletzt sei die Muttervergiftung genannt. Die Mutter vermittelt dem Kind: „Ich habe dich solange gerne, wenn du dich so entwickelst, wie ich das will!“ Das Kind muss jetzt genau darauf schauen, was die Mutter von ihm erwartet. Es hat keine Zeit zur Selbstreflexion. Auch hier gehört die Mutterbestätigung als die gewünschte Alternative her: „Kind entwickle dich und sei derjenige, der du bist.

Manche Väter empfinden gegenüber ihren Kindern Neid

VerurteilenJetzt sollte man nicht annehmen, dass auf der Seite der Väter alles in Ordnung ist. Da gibt es den Vaterterror, der der Mutterbedrohung entspricht: „Du störst, du bist überflüssig.“ Der Vater betrachtet das Kind als Konkurrenten. Er betrachtet seine Frau als Mutterersatz. Besser passt die Vaterliebe: „Ja mein Kind, entfalte dich, sei kreativ und gestalte die Welt.“

Wenn ein Vater seinem Kind vermittelt: „Tanze nach meiner Pfeife, du musst so werden, wie ich mir das vorstelle.“ dann handelt es sich um die Vatererpressung.“ Die erwünschte Alternative ist die Vaterliebe: „Werde der, der du werden kannst. Finde deinen Weg.“

Die Vaterflucht

Da gibt es auch noch die Vaterflucht. Der Vater zeigt nur ein geringes Interesse an seinem Kind und an seine Familie. So entzieht er dem Kind den Boden für eine Auseinandersetzung. Die Folge ist, dass das Kind muttergebunden bleibt und nur wenig Interesse an Leistung und Entwicklung hat. Die Vaterförderung ist die bessere Alternative für die Entwicklung des Kindes: „Mein Kind ich unterstütze dich in allem was dir wichtig ist.

Zuletzt gibt es noch den Vatermissbrauch: „Mein Kind du bist dazu da, um mich stolz zu machen. Du sollst das erreichen, was ich nie geschafft habe. Ich erwarte von dir Höchstleistungen, immer mehr, immer höher!“ Auf der anderen Seite steht das förderliche Vaterverständnis, das sagt: „Mein Kind, Begrenzungen sind normal. Es gibt kein grenzenloses Wachstum.

Die Neid-Gesellschaft ist schon da

Durch diese fatale Behandlung, lernen die Kinder, wenn sie erwachsen sind, andere Menschen auszugrenzen, damit sie selbst besser dastehen. Die Folgen können wir jeden Tag miterleben. In diesem Klima blüht der Neid und die Missgunst. Jeder will herausstechen und besser als die anderen sein. Andersdenkende werden verteufelt und verspottet.

Der Mensch investiert und tut alles nur aus einem einzigen Grund, damit er heraussticht  aus der Masse und besser dasteht als alle Mitmenschen. Und daraus entsteht der Neid. Jeder ist damit beschäftigt Reichtum und Macht für sich zu erlangen. Deshalb gönnt man anderen auch nichts und schafft sich so Feinde. Macht nur so weiter, Luzifer reibt sich schon die Hände und hält schon ein Plätzchen für euch in der Hölle bereit.

Wenn du erfahren möchtest, ob du auch irgendetwas von diesen Fehlhaltungen mütter- oder väterlicherseits abbekommen hast, dann kannst du den Test, der ab der nächsten Seite beginnt, ausfüllen. Die Frage ist, ob du im Prinzip ein glücklicher Mensch bist.

Wie glücklich bist Du?

Finde heraus, was dein Glück einschränkt. Du findest in dem folgenden Test 21 Aussagen. Jede Aussage, kannst du mit einem Ja, oder einem Teilweise, oder einem Nein beantworten. Bitte schreibe die Nummern und die jeweilige Gewichtung (Ja, Teilweise oder Nein) auf einen extra Zettel. Wähle die Gewichtungen ehrlich und aufrichtig aus. Du kannst dich nur selbst belügen. Das solltest du aber nicht tun. Du bist auch niemandem eine Rechenschaft schuldig, über die Entscheidungen, die du auf dem Testbogen triffst.

Je ehrlicher du antwortest, um so wirksamer kannst du dir helfen, wenn es notwendig sein sollte

Nr.

Aussage

Ja

Teilweise

Nein

1

Ich fühle mich häufig oder ständig bedroht

     

2

Ich bin schnell verzagt.

     

3

Ich empfinde eine ständige Unzufriedenheit

     

4

Mir reicht es völlig, wenn ich versorgt bin

     

5

Wenn ein Problem auftaucht, neige ich dazu, anderen die Schuld zu geben

     

6

Alles was ich möchte, ist nur perfekt und erfolg­reich zu sein

     

7

Man kann mich schnell kränken

     

8

Ich übernehme nur ungern Verantwortung

     

9

Ich kann es nur schwer ertragen, allein zu sein

     

10

Wenn ich wichtige Entscheidungen zu treffen habe, dann richte ich mich lieber nach anderen

     

11

Ich fühle mich oft in der Gegenwart anderer Leute gehemmt

     

12

Ich kann es nur schwer ertragen, wenn ich einen Fehler mache

     

13

Ich kann nicht weinen

     

14

Ich fühle mich außerstande zu trauern

     

15

Es fällt mir schwer, ab und zu mal laut zu werden

     

16

Ich ertappe mich oft beim Jammern

     

17

Ich finde, dass die Welt schlecht und beklagens­wert ist

     

18

Wenn etwas nicht leicht geht, dann werfe ich schnell die Flinte ins Korn

     

19

Ich bin bekannt als jemand, der stets verbissen kämpft

     

20

Früher war alles besser

     

21

Es soll in Zukunft alles besser werden

     

Dieser Testbogen ist nicht ausfüllbar, damit du sicher sein kannst, dass deine Entscheidungen nicht  elektronisch gespeichert werden.

Auswertung:

Nun kannst du die Tabelle auswerten. Jedes Ja zählt 2 Punkte. Jedes Teilweise zählt 1 Punkt. Jedes Nein zählt Null Punkte.

Circa alle 14 Punkte gibt es einen Sprung, der dein Glück immer mehr trübt; 14, 28 und 42. Im positiven Resonanzfeld 2 liegen Verletzungen vor, die du aus irgendeinem Grunde erlitten hast. Vor allem, bei allen mit einem Ja beantworteten Aussagen, solltest du etwas unternehmen.

Der folgenden nächsten Tabelle kannst du entnehmen in welchem Beziehungs­bedürfnis du ein Manko empfindest. Du erhältst auch Hinweise darüber, was du eventuell benötigst, um Harmonie in deinem Leben wieder herzustellen. Damit du einen besseren Überblick bekommst, führe ich die acht Beziehungsbedürfnisse um die es geht zunächst nacheinander auf

Die 8 Beziehungsbedürfnisse:

  1. Dazugehören
    Ich akzeptiere Dich, Du hast eine Bezugsperson und Orientierung

  2. Vergewisserung
    Du bist erwünscht

  3. Anerkennung der eigenen Erfahrung
    Ich respektiere Dein Wissen und Deine Erfahrungen

  4. Grenzen
    Ich kann nicht immer Deiner Meinung sein

  5. Einflussnahme
    Ich toleriere Dein Handeln

  6. Einmaligkeit
    Ich nehme Dich so wie Du bist

  7. Initiierung
    Ich bin für dich da

  8. Geben
    Bevor Du hungerst teile ich mit dir

In der folgenden Tabelle stelle ich die 21 Aussagen, den 8 Beziehungs­

bedürfnissen gegenüber. Die Einflussnahme dieser 21 Aussagen auf Beziehungsbedürfnisse sind immer belastend. Die Skala der Stärke der Einflussnahmen sieht so aus: 0 = keinen Einfluss, 1=schwachen Einfluss, 2=starken Einfluss, 3=sehr starker Einfluss.

Einfachheitshalber werden in der Tabelle nur die Laufenden Nummern, die vor den Aussagen stehen in den Spalten angegeben und die Nummern, die vor den Beziehungs­bedürfnissen stehen finden Sie in den Zeilen.

Einflussmatrix: Aussagen auf Beziehungsbedürfnisse:

Nummern der Aussagen

Wirkung

Von3/auf4

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

1

2

0

3

0

0

3

2

3

2

2

3

1

0

1

2

2

2

2

2

1

1

2

3

0

2

0

2

3

2

3

2

2

3

1

0

1

2

2

2

2

2

1

1

3

0

3

2

2

3

3

3

2

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

4

2

0

1

0

0

3

3

3

2

2

3

3

2

3

3

2

3

2

2

2

2

5

1

3

2

3

3

3

2

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

6

2

0

1

0

2

2

3

2

3

3

3

2

3

3

3

3

3

3

3

3

3

7

1

0

2

2

0

2

2

3

3

2

3

1

1

1

1

2

1

1

2

2

2

8

2

0

2

2

3

3

2

3

3

2

3

2

1

2

2

2

2

2

3

2

2

Σ

13

6

15

9

13

22

19

22

21

19

24

16

13

17

19

19

19

18

20

17

17

Diese Tabelle zeigt, wie die Aussagen bzw. inneren Einstellungen die eigenen, sowie auch die Beziehungs­bedürfnisse unserer Mitmenschen verletzen.

Je nachdem, welche Aussage du mit einem klaren Ja beantwortet hast, solltest du näher unter die Lupe nehmen. Wie das geht, werde ich an einem Beispiel erklären, wenn du hier Hilfe brauchst, dann wendest du dich am besten an einen geeigneten Coach oder Psychotherapeuten. Außerdem die Werte, die eine sehr hohe Summe ausweisen, sie sind in der Tabelle schraffiert.

Je höher die Summe ist, umso mehr blockiert sie das Wohlbefinden desjenigen, der mit dieser Auffassung, die hinter jener Aussage steckt, kämpft. Hier kann man deutlich erkennen, dass fatale Glaubenssätze uns den Zugang zu einem Leben in Leichtigkeit versperren können. Gut, dass wir diese Belastungen aufgedeckt haben, jetzt kannst du dich nämlich an die Auflösung deiner Probleme heranmachen.

Interpretation:

Diese Interpretation zeigt dir, wie man die Folgen dieser Glaubenssätze richtig deutet.

Ich fühle mich oft in der Gegenwart anderer Leute gehemmt:

Es handelt sich hier um die Aussage Nr. 11. Sie übt mit 24 Punkten den stärksten Einfluss auf alle unserer acht Beziehungsbedürfnisse aus.

Allerdings ist dieser Glaubenssatz nicht täglich wirksam, denn immer nur dann, wenn man sich im Kreise bestimmter Personen aufhält. Aber dann schlägt die Blockade voll zu!

Dazugehören

Dieses Aussage hat auf das 1. Beziehungsbedürfnis einen sehr starken belastenden Einfluss. Die unbewusste Angst ausgestoßen zu werden, wenn man vermeintlich etwas falsch macht. Diese Angst gehört zu unseren Urängsten. Die Frage ist nur, wer hat dir das eingeredet, dass du dich so fühlen musst. Vielleicht sind auch wichtige Personen zugegen, die dich hemmen. Sie hemmen dich vermutlich nur, weil du es zulässt. Die Angst davor, dass es in Zukunft Probleme bereiten könnte, wenn dir ein Fehler unterläuft, hält dich zurück.

Vergewisserung

Der Einfluss der 11. Aussage auf dieses Beziehungsbedürfnis ist sehr stark. Die lähmende Angst davor, nicht erwünscht zu sein, macht Menschen in bestimmten Kontexten handlungsunfähig. Eigentlich entspricht dieses Angstgefühl nicht der Realität. Doch deine gruselige Vorstellung, dass du verstoßen werden könntest, verschlägt dir die Sprache. Doch wenn du dich selbst nicht akzeptierst, wie soll dann dein Umfeld, in dem du dich gerade befindest es schaffen, dich zu akzeptieren.

Anerkennung der eigenen Erfahrung

Auch dieses Beziehungsbedürfnis ist sehr stark betroffen. Dein Selbstwert­gefühl ist angeschlagen. Dich quält ständig die Vorstellung, dass du weniger weißt und weniger Know how hast, als die anderen. Das ist ein „Ich bin nicht okay!“- Gefühl, dass dich davon abhält, sich zu bestimmten Themen zu äußern. Warum du dich nicht äußerst? Weil du die vermeintliche Ablehnung, die du da befürchtest, vermeiden willst. Das gemeine an dieser Blockade ist, dass man sie nicht bewusst steuern kann, weil sie aus dem Unterbewusst­sein heraus automatisch wirkt und entsprechende Stress- und Angstgefühle auslöst.

Grenzen

Diese Grenzen setzt du dir selbst. Vielleicht glaubst du, dass du es nicht wert bist, dich an dem Geschehen der Gesellschaft zu beteiligen. Dein gesamter Gefühlskomplex führt unter Umständen dazu, dass du glaubst, dass du dich nur regen und äußern darfst, wenn du dazu von autorisierten Personen aufgefordert wirst. Das sind Selbstbeschränkungen, die du dir da auferlegst, die meistens weit weg von der bestehenden Realität liegen.

Vielleicht behauptet dein Ego einfach, dass du dich so zurückhaltend verhalten musst, weil sich das so gehört. Du solltest dir einmal vor Augen führen, dass es deinem Unterbewusstsein egal ist, ob deine Gedanken und selbstein­schränkenden Glaubenssätze der Wirklichkeit entsprechen oder nicht. Dein Unterbewusstsein realisiert für dich alles, woran du fest glaubst. Die gute Nachricht ist, du kannst deine Glaubenssätze korrigieren. Die Frage ist, ob du das willst.

Einflussnahme

Es könnte da ein dumpfes Gefühl in dir wirken, das dir die Gewissheit vermittelt, dass es sein könnte, dass du weniger zustande bringst, als deine Mitmenschen. Da du im Punkt „Anerkennung der eigenen Erfahrung“ schon die Überzeugung vertrittst, dass dein Know how nicht so gut ist, wie das der anderen, wirst du auch hier die Überzeugung vertreten, dass deine Werke zweit- oder drittklassig sind. Außerdem kann es sein, dass du Fehler machst, doch das ist nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, die Angst vor der Blamage in einem solchen Fall.

Auch hier ist die Arbeit an Deinem Selbstwert der richtige Weg zur Auflösung dieser Blockade. Ich gebe dir jetzt eine Affirmation mit, die dir hilft deinen verdiente Selbstakzeptanz zu verwirklichen: „Ich akzeptiere mich voll und ganz, auch wenn ich unter Selbstwert­mängeln leide.“ Kurz vor dem Aufstehen am Morgen und vor dem Einschlafen am Abend, sagst du dir diesen Leitsatz dreimal vor. Wenn du das ungefähr 30 Tage durchhältst, dann müsstest du bereits eine Erleichterung verspüren. Dabei ist es gleich wirksam, ob du diesen Leitsatz laut oder nur in Gedanken vorsprichst.

Einmaligkeit

Deine Zurückhaltung könnte auch darin begründet liegen, dass du unter allen Umständen verhindern willst, dass andere dich durchschauen. Durch deine innere „ich bin nicht okay“ Haltung hast du Angst, dich zu zeigen, wie du wirklich bist.

Der Einfluss dieser Hemmung Nr. 11 auf dieses Beziehungsbedürfnis ist auch sehr stark. Vielleicht neigst du auch dazu, dich zu verstellen. Es gibt Menschen, die verhalten sich so, wie sie glauben, dass andere sie so haben wollen. Oder sie inszenieren sich in eine Rolle hinein, die ihren Werten und eigentlichen Stärken gar nicht entspricht. Vielleicht hast du als Kind gelernt, dass du nicht so sein darfst, wie du bist. Doch Gott hat dir dein Leben und deine Seele geschenkt, damit du das beste aus dir und deinem Leben machst. Vielleicht denkst du darüber einmal nach, dass du nicht auf der Welt bist, um so zu sein, wie andere dich gerne hätten.

Initiierung

So ziemlich alle Menschen wünschen sich jemanden, der für sie da ist. Das ist zunächst normal. Doch, wenn du einen Menschen lieb gewonnen hast, dann kann es sein, dass du dazu neigst, ihn für dich allein besitzen zu wollen. Du klammerst dich sozusagen an ihn fest. Eifersucht ist eine mögliche Erscheinung an diesem Punkt. Doch mit der Liebe verhält es sich so wie mit Wasser, je fester du das Wasser mit den Händen festhalten willst, um so weniger hältst du davon in deinen Händen. Lässt du aber das Wasser über deine offene Handfläche laufen, umso mehr Wasser kann sich dort ansammeln. Probiere es einmal aus und spiele damit ein wenig. Genauso verhält es sich mit der Liebe und dem Glück. Mit einem starken Selbstwert, wird die Eifersucht kleiner.

Geben

Kannst du gut teilen? Vielleicht gibst du gerne Geschenke, weil du dann hoffst, dass du geliebt wirst. Doch das Geben aus reiner Liebe und nicht aus Berechnung macht uns glücklich. Beim Geben geht es auch weniger um den materiellen Wert, sondern die Intention, die dahinter steht, zählt viel mehr. Kannst du auch gut nehmen? Erwartest du Geschenke oder freust du dich einfach, wenn du etwas geschenkt bekommst, ohne es erwartet zu haben?

Das Prinzip funktioniert so, das Geben und Nehmen sich in einem Gleichgewicht befinden, wobei das Geben seliger ist, als das Nehmen. Hier gehört auch dieser Spezialfall des Gebens her. Wenn du einem Freund Geld leihst, dann erwarte nicht, dass du das Geld zurück bekommst. Hier noch ein Auftrag, kannst du dich für andere freuen? Bist du ein Gönner? Die Zuwendung zu Gott, ist die Abkehr von einem klammernden Materialismus. Die reine Liebe hat die höchste energetische Schwingung und gar nichts mit Macht und materiellem Reichtum im Sinn.

1 Hans-Joachim Maaz: Das falsche Leben, unsere normopathische Gesellschaft – Vortrag

2 Siehe auch Seite Hochmut

3 Wirkung von den 21 Aussagen…

4…auf die 8 Beziehungsbedürfnisse

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