Köder Nr. 7 Trägheit

Trägheit

Man könnte in diesem Abschnitt über das Thema Faulheit anstatt Trägheit reden.

Den Stillstand leben und die Trägheit pflegen, das ist hier gemeint. Warum das ein Köder des Bösen ist? Weil das Sprichwort: „Wer rastet, der rostet“, eine Menge Wahrheit in sich trägt. Das könnte dem Bösen so passen, dass wir nichts tun und alles über uns ergehen lassen.

Trägheit in der Arbeit

Ich habe die Erfahrung gemacht, wer arbeiten will, der findet etwas. In meiner 50jährigen Erwerbstätigkeit, war ich nicht einen Tag arbeitslos. Es gehört zum Stolz eines Menschen, darauf zu verzichten, sich vom Sozialsystem ernähren zu lassen. Ich war mir nie zu fein, auch Arbeiten zu erledigen, die mit Schmutz zu tun hatten. Zum Beispiel in einer Fabrik Problemstoffe zu sortieren bevor sie entsorgt wurden. Das ganze fand im Freien statt, bei Wind und Wetter, im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Gehst du wegen Geld arbeiten, dann bist du arm dran. Gehst du aus Interesse oder sogar Spaß arbeiten, dann wirst du gutes Geld verdienen. Arbeiten gehört zur Menschenwürde. Viele Menschen, die keine Arbeit haben, werden im Prinzip auf Dauer unglücklich. Das ist letztendlich eine Frage der inneren Einstellung. Ich kenne zwei krasse Beispiele und wenn ich dir die gleich vorstelle, dann wirst du wissen, wie man immer Arbeit haben kann, wenn man nur will.

Die wahre Geschichte einer Frau, die Trägheit nicht kannte

Da gibt es eine Frau, die in einer Fabrik arbeitet. Sie ist Mitte vierzig, als sie durch eine Reorganisationsmaßnahme ihren Arbeitsplatz verliert. Zunächst ist sie geschockt. Doch als sie sich wieder fängt, überlegt sie sich, was sie machen könnte. Ihr geht so durch den Kopf, dass es in ihrem Alter nicht so leicht sein wird, einen Job zu finden. Sie hat zwanzig Jahre am Fließband gearbeitet, bevor sie ihren Arbeitsplatz verlor.

Doch nach ein paar Tagen, bekommt sie eine Idee. Sie hat ein Hobby und das ist Putzen mit biologisch unbedenklichen Putzmitteln. In ihrer Stadt gibt es ein Viertel, in dem reiche Menschen wohnen. Sie hat vor, dort Ihre Dienste anzubieten. Sie beginnt aus ihrem Putzfimmel eine Marke zu machen. Die Frau ist von ihrer vorherigen Firma finanziell abgefertigt worden. So kauft sie sich praktische aber gepflegte Kleidung. Sie hat einen PC und erstellt ein ansprechendes Flugblatt.

Dieses Flugblatt, auf dem sie ihre Leistungen und Preise aufgeführt hat, steckt sie in die Briefkästen der reichen Leute. Zwei Tage später bekommt sie einen Anruf. Sie stellt sich in einem dieser Häuser vor. Bei diesem Termin ist sie angemessen, aber sauber und gepflegt angezogen. Siehe da, sie bekommt ihren ersten Auftrag. Als die Frau das erste Mal dort geputzt hat, waren die Auftraggeber ganz begeistert. Die Auftraggeber empfehlen unsere frischgebackene Unternehmerin in der Nachbarschaft weiter. Unserer Frau geht es finanziell immer besser und sie hat inzwischen so viele Aufträge, dass sie das alleine nicht mehr bewältigen kann. Ihre Idee wächst zu einem richtigen Unternehmen heran.

Die Geschichte eines mutigen Mannes, der die Trägheit nie zum Zuge kommen ließ 

In diesem nächsten Beispiel geht es um einen Mann, der Reifenvertreter ist. Als er weit über fünfzig ist, zieht der Reifenproduzent in ein anders Land und unser Reifenvertreter verliert seinen Job. Er hat seit Jahren ein Hobby und das ist die Organisation von Rechtsanwaltskanzleien. Dieser Mann hat in den vergangenen Jahren immer mal wieder Vorträge über sein System gehalten . Er hat damit in der Rechtsanwaltskammer Aufmerksamkeit erregt. Unser arbeitsloser Reifenvertreter studiert in den nächsten Wochen Stellenanzeigen. Und er entdeckt die Anzeige einer Rechtsanwaltskanzlei, die einen KanzleileiterIn suchen. Dort bewirbt er sich ganz kaltschnäuzig. In seiner Bewerbung macht er auf sein System aufmerksam.

Er wird zu einem Gespräch eingeladen. Dort überzeugt unser Reifen­verkäufer, die Eigentümer derartig, dass sie gerne mit ihm zusammenarbeiten möchten. Doch sie haben ein Problem damit, einen Menschen, der weit über fünfzig ist fix anzustellen. Es gibt noch einen jüngeren Bewerber, der auch in Frage käme. Allerdings hat der junge Mann nicht so ein ausgeklügeltes Organisationssystem, wie unser Reifenverkäufer.

Jetzt macht der Ältere einen Vorschlag. Er sagt: „Sie haben zwei Möglichkeiten, um mit mir zusammenzuarbeiten. 1. Sie engagieren mich auf Honorarbasis, dann erscheine ich nicht auf Ihrer P – Rolle. 2. Sie geben mir zunächst einen Jahresvertrag und wenn Sie mit mir nicht zufrieden sind, dann brauchen wir ihn nicht zu verlängern oder umzuwandeln. Unser Reifenverkäufer hat den Zuschlag bekommen. Seit diesem Tag war er bis zu seiner Pensionierung nicht mehr arbeitslos.

Diese beiden Beispiele zeigen, dass immer etwas geht, wenn man will! Mit Gott im Herzen und Jesus Christus an seiner Seite, kannst du immer Kraft und Hoffnung schöpfen.

Körperliche Trägheit

Unser Kulturkreis leidet an Bewegungsarmut. Wir sitzen, liegen und konsumieren viel und bauen Zucker und Fette nicht ab. Das Ergebnis ist Übergewicht, Diabetes und diverse Krankheiten unter denen wir leiden. Es gibt vier Säulen der Fitness, die laufend trainiert werden sollen. Diese vier Säulen sind: Kraft, Ausdauer, Flexibilität und Koordination.

Kraft

Es geht hier vor allem um die feine Haltemuskulatur, die stetig gestärkt werden sollte. Sie ist auch dazu da, dass die Gelenke nicht anfangen zu scheuern. Je älter wir werden um so mehr sollte man sich darum kümmern. Denn die Muskeln werden mit zunehmenden Alter schwächer und das kann man hinaus zögern durch regelmäßiges Training. Gute Fitness Center kennen sich da aus und können dich beraten.

Ausdauer

Damit uns nicht zu schnell die Puste ausgeht. Eine ganz einfache Methode ist, viel Treppen steigen und wenig Fahrstühle benutzen. Ebenso ist Jogging, Radfahren, Schwimmen und Nordic Walking sehr gut für die Ausdauer. Die schnellsten Ergebnisse erreichst du mit Jogging, dann mit Radfahren, anschließend mit Schwimmen und zuletzt mit Nordic Walking. Wobei Schwimmen die Sportart ist, die die Gelenke am meisten schont. Auch hier gilt, dass die Regelmäßigkeit gute Ergebnisse bringt. Du kannst die Ausdauer sehr gut testen, in dem du einmal stoppst, wie lange du brauchst, um zwei Kilometer zu laufen. Je besser die Ausdauer, um so kürzer ist die Laufzeit.

Flexibilität

Wie gelenkig bist du? Je älter wir werden, um so steifer werden wir und um so größer ist die Gefahr, dass wir uns bei jeder Kleinigkeit irgendeinen Knochen brechen, weil wir unbeweglich werden, wenn wir nichts dafür tun. Gymnastik ist die Lösung für diesen Fitness-Schwerpunkt. Das sich ab und zu Strecken ist besonders wichtig, um unsere Faszien geschmeidig zu halten.

Koordination

Kannst du ohne zu zittern einen Faden in ein Nadelöhr einfädeln? Wie sieht es mit dem Gleichgewichthalten aus? Wie lange kannst du auf einem Bein stehen? Wenn du in der fahrenden U-Bahn stehst und der Fahrer ändert die Geschwindigkeit, kippst du dann leicht um? Je älter wir werden, um so mehr müssen wir diese Fähigkeit trainieren. Auch hier ist Gymnastik hilfreich.

Integrierte Lösungen

Es kostet natürlich viel Zeit, wenn man jede Sportart einzeln betreibt. Es gibt jedoch Sportarten, die Kraft, Koordination und Flexibilität gleichzeitig trainieren. Dazu gehören Yoga, Qi Gong, Thai Chi und so weiter. Ich trainiere seit über 25 Jahren täglich Qi Gong. Ansonsten betreibe ich Nordic Walking für meine Ausdauer.

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